Eine der faszinierendsten  Über- und Unterwasserlandschaften der Türkei ist das Gebiet, das nach der Insel, die die Bucht vor dem Meer schützt, als “Kekova” bezeichnet wird. Hier liegt die legendäre versunkene Stadt. Von gut erkennbaren Hausresten am Ufer führen in den Fels gehauene Treppenstufen hinab ins kristallklare Wasser, wo man Fundamente erkennt und die Reste alter Hafenanlagen.  In der stillen Bucht  gibt es dazu Dutzende kleiner Inselchen, alle einst erkennbar bewohnt.



Alle Völker der Geschichte haben diese geschützte  Bucht als natürlichen Hafen geschätzt und ihre Spuren hinterlassen.  Nirgendwo finden sich soviele lykische Sarkophage wie hier, Griechen, Römer oder Venezier bauten Festungsanlagen. Die abgelegene Lage hat verhindert, dass Ücagiz oder das Dörfchen Simena, das bis heute nur mit dem Boot zu erreichen ist, vom Tourismus überrollt worden sind. Wer nur Strandurlaub will, sucht hier vergeblich. Zwar gibt es  - auf der Insel Tersane, mit dem Boot schnell zu erreichen - auch einen kleinen Strand, doch locken hier ganz andere Wasserfreuden:  Fahrten mit einem Glasboden-Boot über der versunkenen Stadt, Bootstouren zu einem 400 Jahre alten versunkenen Schiff,  Meereshöhlen....

 

 

 

 


Zum Beispiel Ücagiz....

Am schönsten ist es in Ücagiz abends. Wenn die Ausflugsboote aus Kas oder Myra die weiten Buchten wieder verlassen haben, wenn das Meer bis hinüber zur Insel Kekova ganz glatt und still liegt. Wenn die Abendsonne auf einige wenige ankernde "Blaue Reise"-Yachten scheint und von Simena die Fischerboote tuckernd nach Hause kommen. Der Kellner des Restaurants nutzt die Ruhe und springt vom Ende des Bootssteges ins glasklare Wasser. Aus irgendeiner Küche kommt ein verlockender Duft herüber und die Gäste, die in den wenigen kleinen Pensionen wohnen, studieren die Vorspeisenbüffets. Vor der Moschee sitzen die Frauen des Dorfes unter einem großen Baum und fertigen schwatzend jene Stickereien, die sie am nächsten Tag dann wieder den Besuchern von den Booten verkaufen werden. Der Imam ruft bei Sonnenuntergang zum Gebet und weit da draußen, wo die versunkene Stadt liegt, springt ein Fisch.

 

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